Samstag, 7. Juni 2014

Auf ein Neues - Mediamarketing für Autoren

Heute befasse ich mich wie der Titel schon verrät, mit Social Media und den Dingen, die man sich als Autor darüber klar machen muss...

So oder so.

Auf die schlaue oder auf die harte Tour.


Ich hab übrigens mit der harten angefangen und sitze jetzt mit einer blauen Nase über Ratgebern.

Aber der Reihe nach.

Ich mag meinen Blog!Auch wenn man es ihm nicht ansieht. Das liegt daran, dass ich mich so gern verzettle, dass ich zwischen meinem Job, meinen Büchern, meinen Haustieren und meinen vielen, vielen anderen Interessen nicht immer die Kraft habe, mich dann auch noch hinzusetzen und aufzuschreiben, was ich gelernt habe.


Aber das will und werde ich ändern. Nicht ganz uneigennützig, denn so hoffe ich natürlich auf Ruhm und Reichtum...He, irgendwann muss ich die Biester ja erfolgreich umzingelt haben, oder?

Social Media = Mitmach-Web

Umzingeln ist ein gutes Stichwort, denn es bringt mich auf mein eigentliches Thema. Werbung im "Mitmach-Web". Der Begriff ist gut, aber nicht von mir. Leider weiß ich nicht mehr, wo ich ihn zum ersten Mal gesehen habe.Mitmachen besagt zuallererst, dass jemand anfangen muss. Das ist zumeist der Autor, der ja als erstes von seinem Buch weiß.

Verschiedene Social Media Plattformen bieten heute die Möglichkeit, Leser und Interessierte zu kontaktieren, in einen Dialog über das Buch und thematisch passende Inhalte zu treten und so Interesse an dem Buch und natürlich auch seinem Autor zu wecken. Richtig gemacht, wird man belohnt, weil dann auch andere von dem Buch oder seinem sagenhaft netten/lieben/lustigen/bewundernswerten/... Autor berichten und fröhlich teilen, zwitschern und plussen.

Ich werde hier in nächster Zeit - fest versprochen - verschiedene Plattformen vorstellen, über die man ein Buch mit potentiellen Lesern bekannt machen kann. Ich verlinke die Liste dann.


  • Facebook
  • Google +
  • Twitter
  • Lovelybooks
  • Goodreads
  • Blogs

Sie alle bieten uns Autoren (Indie oder Verlag) die Möglichkeit, mit Fans in direkten Dialog zu treten. Machen wir uns nichts vor, der Möglichkeit entspringt auch die Pflicht. Der moderne Fan ist verwöhnt. Er erwartet das und ihn sollten wir nicht enttäuschen.

Aber wie geht das?



Ein paar Sachen habe ich schon herausgefunden.


Be unique!

Der Name eines Autors ist seine Marke. Natürlich kann man mit Christian Meier erfolgreich sein, aber die Chance, dass Fremde beim Lesen des Namens sagen "Den kenne ich doch" und dabei an unseren Christian Meier, den Autor, denken, ist eher gering.Ein guter Name sollte also die Chance haben, bei Google ganz oben als der unseres Autors angezeigt zu werden. Und er sollte phonetisch leicht und gut zu merken sein. Djimitri Fojodrokovic ist zwar vermutlich ziemlich einzigartig, aber wohl deshalb, weil ihn sich kein Mensch merken kann...Das habe ich mit Kay Noa schon mal richtig gemacht. Zufall allerdings, wie ich ehrlicherweise zugeben muss. Damals habe ich an so etwas noch gar nicht gedacht.

#Federbekenntnis:Scriptoritis = Wenn man sich ein Pseudonym überlegt, obwohl man noch gar kein Buch geschrieben hat. => Click to Tweet


Ran ans Rudel!



Special-Interest-Plattformen für Autoren sind solche, in der sie Leser, und zwar vorzugsweise, solche ihres Genres finden (Seine "Zielgruppe" sollte jeder Autor sofort und ohne Zögern benennen können, also jene Menschen, die als Käufer des Buches besonders in Frage kommen. Das werden bei einem Splatter-Horrorfilm andere sein als bei einer Chicklit-Romanze). Das können Communities, Blogs, Gruppen und Fanpages auf den Social Media Plattformen sein. Regelmäßige Teilnahme dort, die definitiv über das Posten der eigenen Buchwerbung hinausgehen muss, ist also Pflicht. Das ist Teil des Jobs als Autor - und ganz ehrlich: Es macht Spaß. Wer Bücher schreibt, liebt doch Bücher. Ich tausche mich gern auf verschiedenen Kanälen mit Gleichgesinnten (Autoren und Lesern) aus und möchte das nach anfänglicher Skepsis heute nicht mehr missen. Hier findet man auch die Betreiber der zahlreichen Buchblogs - nennen wir sie Hardcore-Leser (klingt netter als "Multiplikatoren"), die ihrerseits eine Fangemeinde haben, die von unserem Autor erfahren, wenn es ihm gelingt die Aufmerksamkeit solcher Blogger zu gewinnen.


Titel = Teaser

Das habe ich mal mit meinen ersten Büchern komplett versemmelt. Welche Titel sich verkaufen, lässt sich durchaus in gewissen Grenzen vorhersagen. Das mag ein Grund sein, weshalb die meisten Verlage sich nicht nehmen lassen, den Titel selbst festzulegen.
Was macht da ein Indie, der (noch) nicht die Erfahrung hat? Trial and Error. Man kann das wie ich mit seinem Buch und dem Realtitel versuchen. Tut weh, macht keinen Spaß, glaubt mir.
Eine erschwingliche Alternative ist zunächst eine entsprechende Frage in den Gruppen/Foren an potentielle Fans. Je bekannter man hier als angenehmer, hilfsbereiter oder witziger Beitragender oder wenigstens Kommentator ist, desto bereitwilliger erhält man hier Unterstützung. Das hat den Nebeneffekt, dass zugleich eine Identifikation mit dem Buch ermöglicht wird.Da man Bücher aber nicht nur an "Bekannte" und "Forenfreunde" verkaufen will, bietet z.B. eine Google AdWords Kampagne eine neutralere Beurteilung. Wenn man dort mehrere Titel anbietet, erfährt man durch die Häufigkeit der Klicks oder besser noch "Käufe", welche im Zweifel auch in echt "gezogen" hätten. Um auch hier einen Nebeneffekt zu erzielen, kann man auf einer Landingpage eine Mailadresse abfragen, um Interessenten nähere Infos zukommen zu lassen. Jede Adresse kommt einem Kauf gleich. Denn geklickt wird, was neugierig macht - gekauft wird, was wirklich interessiert. Eine Adresse anzugeben, ist eine Entscheidung, etwas im Netz anzuklicken, ein Reflex.
So kann man übrigens auch Cover, Untertitel und Schlagworte testen.
Keine Scham!Rezensionen sind wichtig. Also nachfragen und bitten. Ein Hinweis am Ende des Buchs bringt erstaunlich viel. Gute Rezis sind natürlich besser, aber schlechte sind weit weniger schlimm als vermutet. 50 Shades of Grey wurde nun nicht gerade in den Himmel gelobt und verkaufte sich trotzdem. Weil es gelesen wurde. Der Vergleich mit einem Restaurant liegt nahe. Man geht eher in ein volles mittelmäßiges als in ein gutes, das leer ist. Verrückt? Vielleicht. Aber so sind Menschen eben.
Blogs ansprechen, um dort einen Gastbeitrag zu schreiben, ein Interview zu geben oder ein Gewinnspiel zu spendieren, bringt oft auch neben guten Kontakten neue Fans.
Schließlich kann man mit solchen Aktionen auch beim lokalen Buchhandel vorsprechen. Oft kennt man den Autor dort ja schon als Stammkunde.
Wer fragt, riskiert ein Nein.Wer nicht fragt, wird niemals ein Ja erhalten. => Click to Tweet


Mit den Wölfen heulen!

Sehr hilfreich ist es, den Profis auf die Finger zu sehen. Was bei Autoren funktioniert, die ein vergleichbares Zielpublikum haben, ist sehr wahrscheinlich auch für das eigene Buch hilfreich. Auch was Verlage so treiben, ist zwar nicht oft 1:1 umsetzbar, weil man das Budget nicht hat. Aber wir sind kreativ - da kann Armut doch kein Hindernis sein.


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