Schreibstube

Übers Schreiben zu schreiben, klingt schon etwas irre, keine Frage.

Dass ich das trotzdem mache, liegt an dem schlichten Umstand, dass ich über meine Nebentätigkeit als Betaleserin und Lektorin so unendlich viele handwerkliche Fehler in die Finger bekomme, dass ich versuchen möchte, hier einen Leitfaden zur Verfügung zu stellen, in dem schlicht und erfreifend handwerkliche Tipps für die Texterstellung weitergegeben werden.

Ich will hier keine Rechtschreibschulung vornehmen und grammatikalische Feinheiten erörtern. Dafür gibt es berufenere Stellen und in Zweifelsfällen wirklich genial zu bedienen ist der Online-Korrektor von Duden, den jeder Autor in seiner Favoritenzeile haben sollte.

Dennoch - ein fehlerfreier Text ist selbstverständliche Voraussetzung. Sprache ist unser Werkzeug, sie müssen wir bedienen können, sonst gerät die tollste Idee zum Rohrkrepierer.

Mir geht es hier um die Grundlagen der Geschichte, ihren Plot und wie man dazu kommt, ihre Charaktere und wie man sie behandelt, Spannungsbögen und dergleichen mehr. Dinge, die unabhängig davon, worum es in der Geschichte geht, irgendwie immer präsent sind.

Viele Autoren schreiben intuitiv und fühlen sich bei allzu wissenschaftlicher Herangehensweise in ihrer Kreativität gebremst. Das mag sein. Aber dennoch sollte jeder ernsthaft an einem Werk arbeitende Autor diese Techniken kennen. Man muss sie nicht sklavisch beachten - das tue ich auch nicht. Aber allein das Wissen um ihre Existenz macht unmerklich die Texte besser - und sei es nur, weil man dann, wenn man sich in einer Schreibblockade festgefahren hat, wenn gar nichts mehr weitergeht, zum Werkzeugkasten greifen und doch mal "langweilig" nach Regel arbeiten kann.

Also, los geht's:

1 Kommentar:

  1. Ich habe in der Zeit von März 2011 - 2013 Juni sechs Romane, zwei Erzählbände und ein Kinderbuch veröffentlicht.
    Wie - dazu ein paar ganz praktische Anregungen - 1. Grundsätzlich sollte man an mehreren Titeln gleichzeitig schreiben, so gehn Ideen nicht verloren, 2. Grundsätzlich nur das Schreiben unterbrechen, wenn man ganz genau weiß, wie es im Text weitergeht, 3. Erst den Inhalt des Manuskriptes, so man die Kraft dazu hat, wenigstens ein Kapitel runterschreiben, ganz gleich wie es aussieht.
    4. Jede Idee, jeden Gedanken den man gedanklich ausformuliert, gleich wo man sich in dieser Situation aufhält, sofort vollständig ausformulieren, bevor sie sich irgendwo im unendlichen Raum des Bewußtseins verkrümeln.
    Was haltet ihr davon?
    Noch einen Satz zu - "fehlerfreier Text, sonst Rohrkrepierer" - wenn dem wirklich so wäre, dürften solche Titel wie: "Feuchtgebiete" nicht zum Bestseller aufsteigen.
    Ich weiß, der Vergleich hingt, aber das haben Vergleiche so ansich.
    Unsere Leser wollen berührt werden, gelingt uns das, verzeihen sie uns auch den einen oder anderen kleinen Fehler.

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